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Altersvorsorge

private Absicherung
Sicher haben Sie in der Presse auch schon viel über die „Riester-Rente“, "Rürup-Rente" und über die Besteuerung von Lebensversicherungen seit 2005 im Rahmen des AltEinkG (Alterseinkünftegesetzes) und über die seit dem 21.12.2012 geltenden Unisextarife gelesen.

Nachfolgend einige Informationen hierzu :
  • Seit dem 21.12.2012 werden alle neu abgeschlossenen Kranken- und Lebensversicherungstarife geschlechtsneutral kalkuliert ("Unisex").
  • Die Steuerfreiheit der Kapitalauszahlungen für ab 2005 abgeschlossene Lebensversicherungen (Kapital-, Renten-, fondsgebundene Versicherungen) ist entfallen. => Erträge werden bei einmaligen Kapitalauszahlungen voll besteuert, bei Auszahlung ab dem 60. Lebensjahr zur Hälfte, sofern die Versicherung mindestens 12 Jahre bestanden hat. Achtung: Für ab 2012 abgeschlossene Verträge wurde für die o.a. steuerliche Behandlung der frühestmögliche Rentenbeginn bzw. die Frühestmögliche Kapitalauszahlung auf das 62. Lebensjahr angehoben!
  • Dies gilt nicht für Vertragsabschlüsse vor dem 1.01.2005 ( Bestandschutz ) => Steuerlich relevante Veränderungen bei bestehenden Verträgen unbedingt vermeiden !
  • Die „Basis-Rente“ oder auch "Rürup-Rente", eine kapitalgedeckte Leibrente (Rentenversicherung), wurde als neuer Grundbaustein der Altersversorgung geschaffen. Die Günstigerprüfung für Selbständige ist 2006 entfallen, so dass die "Rürup-Rente" voll gefördert wird.
  • Stufenweiser Übergang zur „nachgelagerten Besteuerung“ für Rentenzahlungen aus der Basisversorgung ab 2005 beginnend mit 50% ( auch für Bestandsrentner ) steigend aktuell um 2% p.a. – die volle Besteuerung wird im Jahr 2040 erreicht. Es wird geschätzt, dass hierdurch rd. 1,3 Mio. Rentner zusätzlich in 2005 steuerpflichtig wurden.
  • Beiträge zur Basisversorgung ( gesetzliche Rente + „Basis-Rente“ ) können z.B. in 2017 zu 84% geltend gemacht werden. Die steuerliche Absetzbarkeit steigt bis zum Jahr 2025 auf 100% an.
  • Ab 2015 wird die bis bis 2014 geltende max. Beitragssumme i.H.v. € 20.000 (Ehepaare doppelt soviel) wie folgt berechnet (Rechnung galt für 2015):
  • geltender Beitragssatz in der knappschaftlichen Rentenversicherung (2015: 24,8% AG + AN) * Beitragsbemessungsgrenze (€ 89.400 in 2015) = € 22.172,- (Ehepaare doppelt soviel) für 2015.
  • 2017 gilt der maximale Jahresbeitrag von € 23.361,- für steuerlich einzeln Veranlagte und € 46.723,- für steuerlich gemeinsam Veranlagte.

Aber Achtung:
  • Für Angestellte: Der Arbeitgeberbeitrag zur gesetzlichen Rente wird vorher wieder in Abzug gebracht.
  • Beiträge zu Versorgungswerken sind ebenfalls abzuziehen und auch bei GGF gibt es Abzüge.
  • Bei Direktversicherungen ist die Pauschalversteuerung nach §40 b EStG entfallen. Im Gegenzug ist die Förderung nach §3 Nr. 63 EStG möglich. Der Hinterbliebenenbegriff wird eingeschränkt.
    Wichtig: Wer für seinen bestehenden Vertrag weiterhin die Pauschalversteuerung nutzen möchte muss dies schriftlich gegenüber seinem Arbeitgeber bei jedem AG-Wechsel erklären.
  • Für Direktversicherungen, Pensionskassen und – fonds gilt : Grundsätzlich sind nur noch lebenslange Rentenzahlungen möglich, bzw. zu Rentenbeginn eine steuerpflichtige Teilkapitalauszahlung von bis zu 30%.
  • Die Förderung nach §3 Nr. 63 EStG ( 2017: 3.048 € jährlich, 254 € monatlich) wurde zusätzlich um einen Festbetrag von 1.800 € erhöht ( hierauf sind Sozialabgaben zu entrichten ).
  • Bei der „Riester-Rente“ wurde ein Dauerzulagenantrag eingeführt => auf Kundenwunsch entfällt der jährliche Zulagenantrag. Teilkapitalauszahlungen zu Rentenbeginn von bis zu 30% sind möglich. Ab dem 1.01.2006 nur noch Unisextarife für Neuverträge.

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